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Für jeden Schleifprozess die passende Filtertechnik

25. April 2022

Für hochwertige Schleifergebnisse ist eine optimierte Reinigung der Schleiföle und anderer Kühlschmierstoffe (KSS) unerlässlich. Knoll Maschinenbau bietet maßgeschneiderte Filterlösungen für unterschiedlichste Schleifanwendungen. Das breite Angebot können die Besucher der GrindingHub 2022 in Stuttgart auf dem Knoll-Stand (Halle 7, Stand 7C20) begutachten: den filterverbrauchsstofffreien Feinstfilter MicroPur, den individuell konfigurierbaren Hydrostatfilter HydroPur, den Vakuumfilter VLO sowie eine Flüssigkeitszentrifuge für den Bypass-Betrieb.

Je feiner die Zerspanung, desto höher der Anteil der Feinstpartikel im Schleiföl oder KSS, was wiederum die Qualität des Bearbeitungsergebnisses gefährdet. Dies zu verhindern ist die Aufgabe des modular aufgebauten Feinstfilters MicroPur von Knoll Maschinenbau, Bad Saulgau. Er eignet sich ideal für das Werkzeugschleifen von Hartmetall und HSS. Aber auch in der Gussbearbeitung liefert er beste Filterergebnisse. Der MicroPur erzielt Filterfeinheiten kleiner 3µm und kommt durch seine spezielle Konstruktion ohne Filterverbrauchsstoffe aus, was wesentlich zu seiner hohen Wirtschaftlichkeit beiträgt.

Auf der Grinding Hub zeigt Knoll das Standardmodell MicroPur 240/900 – zusammen mit dem von der Kapazität her abgestimmten, integrierten Abschlammkonzentrator AK5, der für einen automatisierten Schlammaustrag sorgt. Neben solchen standardisierten Anlagen für einzelne oder mehrere Maschinen bietet Knoll individuelle zentrale Filtersysteme auf MicroPur-Basis für ganze Fertigungsbereiche.

Wer eine eigenständige Reinigungseinheit fürs Schleifen benötigt und diese nach Bedarf selbst konfigurieren möchte, ist mit dem von Knoll erstmals auf einer Messe präsentierten Hydrostatfilter HydroPur bestens beraten. Eine solche Filteranlage ist modular aufgebaut. Sie besteht im Wesentlichen aus Tank und Filteroberteil mit einem feinen Filtervlies, das in Kombination mit dem hydrostatischen Prinzip Flüssigkeit und Späne trennt. Ganz nach Bedarf können Pumpen, Kühler etc. ergänzt werden – für einfachste Ausstattung bis zur Vollversion, die dann selbst anspruchsvollsten Anforderungen gerecht wird.

Die Bedienung des HydroPur ist ebenfalls einfach und sehr intuitiv. Denn Knoll setzt hierfür sein neues Bedienkonzept SmartConnect ein, bei dem ein kleiner Industrie-PC über ein 7“-Touch-Display an die Anlagen-SPS angeschlossen ist. SmartConnect verfügt zusätzlich über eine App-Konnektivität, so dass der Bediener auch mit mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet auf die Filteranlage zugreifen, sich Zustände visualisieren lassen sowie Parameter prüfen und verändern kann.

Des Weiteren stellt Knoll die Vakuumfilteranlage VLO vor, die besonders gerne beim Profilschleifen mit Bearbeitungsöl installiert wird. Durch die einfache Skalierbarkeit einer solchen Filteranlage lässt sie sich lokal für eine Einzelmaschine oder zentral für mehrere Maschinen einsetzen. Ohne die Verwendung von Filterhilfsmitteln erzielt die VLO Vakuumfilteranlage sauberes Öl sowie pures, trockenes Konzentrat.

Last but not least präsentiert KNOLL auf der GrindingHub eine automatische Flüssigkeitszentrifuge CA 100, die in der Schleifölreinigung mit ihrer bewährten Technologie hohe Bedeutung hat. Sie übernimmt in vielen Filteranlagen die Badpflege im Bypass und verhindert die Aufkonzentration von Feinpartikeln. Auch für Nachrüstungen an bestehenden Systemen wird diese Anlagentechnik gern verwendet.

So funktioniert die erstmals auf einer Messe vorgestellte Knoll Filteranlage HydroPur:

Die Hebepumpe der Werkzeugmaschine oder eine Hebestation fördert den verschmutzten KSS in den Einlaufkasten des HydroPur und gelangt von dort auf das Filtervlies. Durch den hydrostatischen Druck lässt das Vlies den KSS passieren, hält aber Späne und Fremdstoffe zurück. Diese bilden einen Filterkuchen, der mit wachsender Dicke einen abnehmenden Volumenstrom durch die Filterfläche verursacht. Das Niveau der Schmutzflüssigkeit steigt bis zu einer definierten Höhe an, dann schaltet der Bandantrieb ein und befördert das Filtervlies ein Stück weiter. Damit gelangt sauberes Filtervlies auf die Filterfläche, der Volumenstrom steigt an und das Niveau der Schmutzflüssigkeit nimmt wieder ab.

Nach dem Austritt aus der Schmutzflüssigkeit läuft das Vlies mit dem anhaftenden Filterkuchen über eine Trocknungsstrecke, bevor es in den Auffangbehälter gelangt. Optional bietet Knoll eine Aufwickeleinheit für das verbrauchte Vlies in Kombination mit einem Abstreifer an, der vorher den Filterkuchen in den Behälter separiert. Der gereinigte KSS fließt in den Reintank. Von dort versorgen bis zu drei Pumpen die Werkzeugmaschine bedarfsgerecht mit gereinigtem KSS.