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Einer der Delfine im Haibecken

20. Februar 2026

Wie Demant Präzision, Partnerschaft und Haltung zum Erfolgsfaktor macht

Seit über sieben Jahrzehnten steht die DEMANT AG mit Sitz in Düdingen (CH) für höchste Präzision in der Diamantwerkzeugfertigung. Gegründet im Jahr 1952, hat sich das inhabergeführte Familienunternehmen konsequent als Spezialist für monokristalline und polykristalline Diamantwerkzeuge positioniert. Was Demant dabei auszeichnet, ist nicht allein technologische Exzellenz, sondern eine klare Haltung: Nachhaltiges Wachstum, partnerschaftliches Denken und der bewusste Fokus auf Qualität statt Masse.

Diese Haltung lässt sich treffend mit dem diesjährigen Unternehmensmotto beschreiben, das aus einer internen Anekdote entstanden ist: „Der Delfin im Haibecken.“ Ein Sinnbild für Beweglichkeit, Intelligenz und Teamgeist in einem anspruchsvollen, wettbewerbsintensiven Umfeld.

Yves Grandjean Geschäftsführer in dritter Generation

 

Yves Grandjean wuchs im Kanton Freiburg auf und entwickelte früh eine Leidenschaft für Technik und Mechanik. Nach seiner Ausbildung zum Polymechaniker spezialisierte er sich auf die Revision von Fräs- und Drehbearbeitungsmaschinen und erweiterte sein Fachwissen durch eine Ausbildung in der Diamantschleiferei sowie technisch-kaufmännische Weiterbildungen. Heute bringt er seine Erfahrung gezielt in die Digitalisierung und Optimierung von Produktionsprozessen ein. Besonders schätzt er die kreative Lösung technischer Herausforderungen und die Zusammenarbeit im Team.

Maßgeschneiderte Präzision als Prinzip

Das Produktportfolio der DEMANT AG umfasst MKD- und PKD-Werkzeuge, wobei der Schwerpunkt klar auf kundenspezifischen Lösungen liegt. Standardisierung ist für das Unternehmen kein Selbstzweck – vielmehr versteht sich Demant als Entwicklungspartner für anspruchsvolle Anwendungen. Insbesondere dort, wo höchste Präzision, Prozesssicherheit und Oberflächengüte gefordert sind, kommen die individuell ausgelegten Werkzeuge zum Einsatz.

Diese Spezialisierung spiegelt sich auch in den Zielbranchen wider: Neben der traditionsreichen Uhren- und Schmuckindustrie zählen unter anderem die Medizintechnik, die Optik, die Präzisionsmechanik, die Kunststoffverarbeitung sowie die Elektroindustrie zu den zentralen Anwendungsfeldern.

 

Investitionen in Qualität, nicht in Geschwindigkeit

Im vergangenen Jahr hat Demant gezielt in den Ausbau der eigenen Kompetenzen investiert. Das Team wurde um vier neue Mitarbeitende erweitert – ein bewusster Schritt, um weiteres Wachstum strukturiert und qualitätsorientiert abzusichern. Parallel dazu erfolgte eine umfassende Erweiterung der Diamantschleiferei: Zusätzliche Schleiftische, neue Messmittel sowie diverse neue Schleifzangen erhöhen die Fertigungstiefe und stärken die Prozessstabilität.

Auch mit Blick nach vorne bleibt der Investitionskurs klar definiert. In den kommenden zwei Jahren liegt der Fokus erneut auf neuen Maschinen, die den bereits hohen Qualitätsstandard weiter anheben sollen. Ein besonderer Schwerpunkt gilt dabei hochpräzisen Radiuswerkzeugen, insbesondere für optische Anwendungen und neue Märkte.

Digitalisierung mit Augenmaß

Seit Anfang dieses Jahres verfügt Demant über einen Onlinekatalog mit integrierter Bestellfunktion. Erste Produkte sind bereits verfügbar, der Katalog wird kontinuierlich erweitert. Die digitale Erweiterung des Angebots versteht das Unternehmen dabei nicht als Abkehr vom individuellen Projektgeschäft, sondern als sinnvolle Ergänzung zur verbesserten Kundenanbindung und Transparenz.

Gleichzeitig bleibt man realistisch im Umgang mit neuen Technologien. Künstliche Intelligenz wird als spannendes Zukunftsthema betrachtet, der maßgebliche Erfolgsfaktor bleibt jedoch die menschliche Intelligenz – insbesondere bei der kundenspezifischen Beratung, der Reaktionsgeschwindigkeit sowie der technischen Kommunikation.

Partnerschaft statt kurzfristiger Maximierung

Ein zentrales Element der Unternehmensstrategie ist der bewusste Umgang mit Wachstum. Demant setzt gezielt auf langfristige Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten und verfolgt das Ziel, Fremdfinanzierungen möglichst zu vermeiden. Diese Strategie führt mitunter dazu, dass Projekte oder Wünsche zeitlich gestreckt werden. Entscheidend ist jedoch, die eigene Stabilität zu wahren und auch in herausfordernden Marktphasen ein verlässlicher Partner zu bleiben.

Gerade in einem Umfeld mit hohem Preisdruck und zunehmender Komplexität versteht sich Demant nicht als aggressiver Marktteilnehmer, sondern als verlässlicher Spezialist mit Substanz.

 

International vernetzt, offen für Neues

Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen zahlreiche neue internationale Kontakte knüpfen. Der fachliche Austausch über Technik, Prozesse und Ideen wird dabei bewusst als Lernfeld verstanden. Der Schwerpunkt lag zuletzt auf transatlantischen Kontakten; in den kommenden Jahren sind verstärkt transpazifische Aktivitäten geplant.

Deutschland nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Die dortigen Hersteller beeindrucken durch hohe Kapazitäten und ein technologisches Niveau auf höchstem Stand – ein Umfeld, das Demant als inspirierend und richtungsweisend wahrnimmt.

Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil

Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor liegt in der internen Organisation. Zum Jahresende wurden erneut Mitarbeitergespräche geführt – diesmal mit einem bewusst offenen Ansatz. Statt vorgegebener Zielkataloge definierte das Team die individuellen Ziele eigenständig. Das Ergebnis: Hohe Identifikation, starke Motivation und ein spürbarer Schub bei internen Optimierungen. Auch hier zeigt sich das Bild des Delfins im Haibecken: Aufmerksam, agil, gemeinschaftlich – und stets in Bewegung.

 

Präzision mit Perspektive

Die Zukunft der DEMANT AG liegt klar im hochpräzisen Schleifen und in der Laserbearbeitung. Mit einem stabilen Team, klaren Investitionszielen und einer konsequent partnerschaftlichen Ausrichtung sieht sich das Unternehmen gut gerüstet für kommende Anforderungen. Nicht Wachstum um jeden Preis, sondern technologische Exzellenz, Verlässlichkeit und Freude an der eigenen Arbeit bilden die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt.

Oder, wie es intern formuliert wird: Der Delfin schwimmt nicht gegen den Markt – er nutzt seine Strömungen.

 


Quelle | Demant